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Charlie Stone – Eleganz und Klasse

Lange habe ich überlegt wie ich diesen Text, diese Lobeshymne, denn nun beginne. Denn natürlich ist es Werbung, ich bekam die Schuhe kostenlos zur Verfügung gestellt, verdiene jedoch keinen Cent für die Zurschaustellung. Ein kurzer Disclaimer: Da ich keinen negativen Gedanken für diese Fußbekleidungen finde, wird es einigen als Werbung aufstoßen. 

Mein weißes Paar trug ich im Sommer hoch und runter, endlich hübsche weiße Schuhe, die noch dazu bequem sind.  Denn vor allem im Sommer, wenn man mehr Zeit draußen verbringt, viel unterwegs ist, spaziert, man möchte nicht allzeit Pumps tragen. Doch gerade Pumps geben einen eleganten Gang, der Figur einen Schwung und man fühlt sich ohne viel Aufhebens angezogen. Da mögen sich die Geister scheiden, doch ich bin definitiv Team Absatz. Flache Schuhe sehen meist nicht feminin genug aus, oder zufrieden stellende Modelle lassen sich leicht nur von minderer Qualität finden, sodass man im Endeffekt ein Vermögen an Billigschuhen ausgibt und die Füße noch dazu massakriert. Charlie Stone ist ein australisches Label, was die Eleganz von Pumps in flache Schuhe packt und durch das leicht angehobene Fußbett läuft es sich wie auf Wolken. 

Schon im Sommer kündigte sich eine vegane Kollektion an, die dann im Herbst released wurde. Ich erhielt ein braunes und schwarzes Paar in Krokoleder-Optik. 

Derzeit löst es viele Diskussionen aus, dass große Konzerne auf den „grünen“ Zug aufsteigen. Der Markt hat sich verändert, Stichworte wie vegan, Natur, grün, tierversuchsfrei sind nun für Kunden beim Kauf wichtig geworden. Nun kann man sich darüber streiten, ob es verwerflich ist, dass Firmen zweigleisig fahren und sowohl Tierprodukte, als auch vegane Alternativen anbieten, doch ich persönlich bin mehr als froh, wenn ein Shop wie Charlie Stone die Produkte stetig weiter entwickelt um nicht nur mehrere Designs anzubieten, sondern auch den Kundenstamm erweitert.

Ich ernähre mich vegan und besitze Woll- und Lederprodukte. Auch da kann man sich nun mit mir streiten. Oder es einfach sein lassen. Ich habe 2013 mein Leben auf pflanzenbasierte Ernährung und Kosmetik umgestellt. Damit einhergehend leider auch mich selbst geknechtet, weil ich perfekt sein wollte – so wie die vegane Szene es verlangt, sonst darf man sich nicht als vegan bezeichnen. Obwohl mein Kleiderschrank aus hochwertiger Qualität bestand, kaufte ich plötzlich wieder billig – einfach, dass es vegan ist. Ich verkaufte hochpreise Lederschuhe, weinte meinen aussortierten Sachen Krokodilstränen nach – einfach um es richtig zu machen. Doch meine Füße waren mehr als undankbar, ich hatte plötzlich wieder Blasen, Schmerzen und hatte einfach keine Lust mehr, dass sich meine Vorstellung von Ästhetik sich nicht mit dem veganen Markt deckte. Somit fing ich irgendwann an wieder Leder zu kaufen – jedoch ausgewählt, viel Second Hand und wenn es nicht anders ging, auch neu. Mit einer Schuhgröße 40,5 (dank Schwangerschaft eine halbe Nummer größer, warum redet nie jemand darüber?) ist es nämlich alles anderes als leicht Vintage-Schuhe auf Second Hand Plattformen zu finden. 

Ich behandle meine Sachen sehr sorgsam und konsumiere bewusst und ausgewählt. Und wenn mir Fehlkäufe unterkommen, werden sie schnell aussortiert, dass sich jemand anderes daran erfreut und mein Schrank nicht verhaftet wird für all die Kleiderleichen. Das Wichtigste, was ich neben meinem besseren Befinden seit veganer Ernährung gelernt habe, ist sich nicht selbst zu knechten. Der Welt ist nicht geholfen, dass ich nun in Plastik herumlaufe, die die Umwelt gar nicht verarbeiten kann, sondern sogar sehr schädlich ist. Den Tieren geht es nicht besser, weil ich gar nicht mehr esse, weil ich denke ich muss vegan UND glutenfrei leben um ein besserer Mensch zu sein. Jeder Schritt zählt, aber jeder Schritt muss bewusst und mit vollem Herzen gegangen sein. Sonst nutzt auch ein Kilometerlauf nichts, wenn wir tränenreich zusammenbrechen um den Konsum zu boykottieren. 

Ich muss zugeben, so verliebt ich in die Designs der Marke bin und so sehr ich den Austausch mit Sam genoss – ich habe mich erst jüngst mit der Geschichte der Marke auseinandergesetzt! Samantha Szetu suchte nach beqeuemen aber hochwertigen Alternativen zu Absätzen, die dennoch einen Vintage Charakter mitbringen. Weil sie nicht fündig wurde, entwarf sie ihren perfekten Schuh. Der sehr durchdacht ist – denn durch das flache Design mit verdeckter Erhebung des Fußbetts ist eine bessere Unterstützung für die Knöchel und Knie gewährleistet. Die Einlegesohle ist gepolstert, die Bodensohlen sind flexibel und langlebig – denn das ist Sam sehr wichtig: Stichwort slow fashion! Die Produkte sollen uns viele, viele Jahre erfreuen und nicht nur eine Saison!

Der Name entspringt einem Zufall – diese Anekdote ist zu köstlich sie nicht zu erzählen: Sam’s Mann ist Italiener und als er „charleston“ in seinem starken italienischen Akzent aussprach, war der Name Charlie Stone geboren. 

Ein Ausschnitt der Unternehmensphilosophie, die ich besser nicht in Worte fassen könnte: „Wir glauben, dass die Kleidung und die Schuhe, die Sie tragen, die Art und Weise beeinflussen können, wie Sie sich fühlen. Während wir die zeitlose Eleganz von Vintage-Schuhen lieben, wissen wir, dass längeres Tragen von Tag zu Tag zu Unannehmlichkeiten führen kann. Unsere Mission ist es Eleganz mühelos zu machen, jeden Tag. Bei Charlie Stone Schuhen ist es unser Ziel Frauen mit der richtigen Balance zwischen Vintage-Klasse und moderner Funktionalität zu unterstützen, damit sie die Welt in ihrem eigenen Stil erobern können.“

Wenn nun also qualitativ hochwertige Lederwaren Zuwachs von veganen Produkten bekommen, finde ich das mehr als begrüßenswert. Stets darauf achtend, dass auch die veganen Produkte Qualität aufweisen, statt die Plastikproduktion zu unterstützen (ohja es gibt große Unterschiede bei veganem Leder).

Da bei uns in Deutschland eisige Temperaturen herrschen, während in Australien die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, lassen sich meine neusten Charlie Stones hierzulande gerade nicht tragen. Umso mehr Zeit habe ich meine veganen Alternativen für den Frühling daheim etwas einzutragen, denn obwohl ich das bei meinem weißen Sardinia Modell nicht brauchte, müssen sich die neuen Modelle an den Seiten noch etwas weich laufen.  

Egal auf welchen Zug ihr aufspringt – Nachhaltigkeit, Veganismus, neuste Fashion Brand – ihr müsst euch mit eurer Wahl vollauf wohlfühlen. Egal wie klein eure Schritte sind, jeder Schritt zählt. Tatsächlich sogar, wenn er zurück geht, denn wir lernen aus Fehlern! 

 This isnt about black or white. This is about balance! 


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